Mittwoch, 4. Juni 2008

2 Wochen, 3 Besuche: Besuch aus Schweden, Luxemburg und Deutschland

Schweden
Aus Mangel an Fotos hatte ich bisher nicht erwähnt, dass ich am Dienstag den 13. Mai nach dem Pfingstbesuch von meinen Eltern und vor dem Radio-Workshop am Mittwoch einen mehr oder weniger spontanen Besuch von einer Freundin aus Schwedin bekommen habe.

Aber eins nach dem anderen: Diese Freundin, Elke, kommt in Wirklichkeit aus Deutschland. Ich habe sie im Februar auf dem Ausreiseseminar in Witzenhausen kennengelernt, 3 Tage, bevor ich nach Luxemburg ging. Wir hatten gleich einen Draht zueinander und hatten es bisher geschafft, während ich Freiwillige in Luxemburg bin und sie in Schweden, Kontakt zu halten.
Da sie nun Urlaub in Saarbrücken, also in der Nähe von Luxemburg machte, kam sie vorbei, um mich zu besuchen und sich mal die Stadt anzusehen. Mit dem vom ihr gewählten Tag hatte sie wirklich wahnsinnig Glück: Der Himmel war blau, die Sonne schien, die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein und zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Noch dazu hatte ich ja am Wochenende zuvor mit Maria, meinen Eltern und Martin meine erste Tour durch die luxemburgische Sehenswürdigkeit schlechthin gemacht, nämlich den Grund.

Dadurch hatte ich schon einmal etwas, das ich Elke stolz aus meiner neuen Heimat präsentieren konnte. Wir gingen ungefähr den gleichen Weg, den ich ein paar Tage zuvor gegangen war und es war genau wie beim ersten wunderschön. In Elke, die Frankreich samt Sprache über alles liebt, entbrannte Sehnsucht, als sie all die Leute und Verkäufer französisch sprechen hörte. Und durch sie war es zum ersten Mal auch kein Problem ein Sandwich zu bestellen :o)
Nach dem Spaziergang durch den Grund und unendlichem Austausch über unser Befinden im Ausland weit weg von Familie und Freunden, sind wir noch schnell zu mir nach Hause in mein rosa Märchenhaus gefahren. Ich zeigte ihr, wie ich lebe, den Garten, die Katzen und den Hund, der Elke für ihren Geschmack ein wenig zu aufdringlich war :o) Da ist sie ja nicht die einzige, die so denkt…
Am späten Nachmittag war der kurze Besuch schon vorbei und Elke stieg wieder in den Bus, zurück in die Stadt und zurück nach Saarbrücken. Es war ein echt schöner Besuch…ich hoffe wir sehen uns auf dem Abschlussseminar in Deutschland wieder.

Luxemburg
Zwei Wochenenden später fand am 24. Mai ein seit einem Monat geplanter Grillabend statt. Und NATÜRLICH, wie das immer so ist, wenn man etwas für sehr lange Zeit plant, fiel der Abend ins Wasser.
Zuerst einmal war bis 3 Tage vor dem Grillen noch nicht klar, wer überhaupt kommt und ob es überhaupt stattfindet. Dann, als Paul und Delphine zugesagt hatten, war es schwierig zu entscheiden, wer wann kommt und wer wann geht. Delphine hatte Tanzunterricht, Paul musste arbeiten und so konnten beide erst Abends gegen 7 kommen, was uns nicht viel Zeit zum Grillen gab, da der letzte Bus zurück in die Stadt bereits um 10 fuhr und beide nicht bei mir schlafen konnten. Denn Delphine hatte Sonntag tanzen, Paul musste arbeiten…
Den ganzen Tag über war des Wetter dann zwar trocken und warm, aber auch ziemlich grau und schwül. 10 Minuten bevor Paul dann kam, fing es an in Strömen zu regnen. Vorbei mit meinem Plan gemütlich draußen in der Natur in der Sonne zu grillen und Txalo umher laufen zu lassen.
Delphine kam dann auch und wir versuchten verzweifelt zusammen mit Kay und Sandra und jeder Menge Zeitung zum Wind Wehen, den Grill anzukriegen. Aber Regen und Feuer macht sich nicht so gut zusammen und so mussten wir unser Fleisch drinnen in der Pfanne grillen. Zwischendurch habe ich mich dann noch von Kopf bis Fuß eingesaut beim Spielen mit Txalo.

Grundsätzlich wurde es dann aber doch noch ein schöner Abend, wir hatten sozusagen einen Grill- und Kochabend in einem. Mit Salat, 6 Sorten Senf und Unmengen Fleisch wurden wir kugelrund erfreut von halbnackten No Angels und Shakira-artig tanzenden Südeuropäerinnnen beim Grand Prix, der nebenan im Wohnzimmer lief und einen schiefen Ton nach dem anderen an unsere Ohren trug. 22 Uhr hatte ich glücklicher Weise eine Pause von diesem Krach und konnte Paul und Delphine zum Bus bringen.

Deutschland
Letzten Freitag war es wieder so weit für den Besuch von Martin. Bereits Mittags stand er hungrig und erschöpft vor der Tür und musste mit mir erst mal einkaufen fahren, weil ich nichts mehr hatte.
Freitag und Samstag haben wir dann unsere Zeit miteinander genossen, indem wir die Gegend etwas mit Txalo erkundet und endlich einmal die „Berge“ erklommen haben, die das Tal umschließen, in dem unser Haus steht und auf denen ich täglich die Spaziergänger und Wanderer sehe. Da wollte ich schon immer mal hoch.

Am Sonntag, dem 1. Juni, war hier in Luxemburg der Tag der Natur und ich musste für 4 Stunden arbeiten an einem Stand unseres Infoladens, der auf der Veranstaltung zum Naturtag mal wieder vertreten war. Es stellte sich heraus, dass wir das Wochenende, an dem Martin kommt, gar nicht besser hätten wählen können. Ohne Ahnung, wo diese Veranstaltung stattfindet, da wir mindestens 3 unterschiedliche Wegbeschreibungen erhielten, irrten wir Morgens um 10 in Martins Auto durch ganz Esch, bis wir den Platz für die Veranstaltung schließlich etwas abgelegen hinter einem kleinen Waldstück fanden. Ohne das Auto wären wir (Kay, Delphine, Martin und ich) aufgeschmissen gewesen.
Nach dem Aufbau des Infostandes fuhr Martin wieder nach Hause und Delphine und ich sortierten T-shirts, saßen in der Sonne, saßen im Schatten, standen in der Sonne, standen im Schatten, schauten uns die ganzen Stände an, ärgerten uns über die hohen Preise…kurz gesagt: wir langweilten uns, denn es gab Vormittags aus Mangel an Besuchern noch nichts zu tun. Aber Martin holte uns ja glücklicher Weise 14 Uhr wieder ab und der „Arbeitstag“ war vorbei.
In den 3 Stunden, die er zuhause war, hatte er den ganzen Rasen gemäht und mein Zimmer gesaugt …was für ein Mann ;-)

Sonntag Abend musste ich aufgrund einer plötzlichen Blasenentzündung ins luxemburgische Medico Center und durfte dort 75€ dafür bezahlen, damit ich mich überhaupt ins Wartezimmer setzen durfte. Die Arztrechnung fürs Fieber Messen und Verschreiben von Medikamenten wird mir per Post zugeschickt und ich bin schon mal gespannt darauf…
Sonntag und Montag hieß es dann also alle 5 Minuten auf Toilette rennen und kränkelt vom blöden Antibiotika im Bett liegen. Abends fuhr Martin wieder nach Hause und unsere gemeinsamen 4 Tage waren viel zu schnell vorbei.


Fotos zu den drei Besuchen findet ihr wieder bei studi :o)

Bis bald dann…*winkewinke*
Hab euch lieb

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